Die Molasse, wie die Grundsubstanz des Wasserpfeifen-Tabaks genannt wird, ist eine
Mischung aus Tabakblättern aus internationalem Anbau. Diese Mischung zusammen mit den
Zusätzen aus Zuckerrohr geben den speziellen Geschmack.
Der Gebrauch von Molasse in Ägypten begann Anfangs des neunzehnten Jahrhunderts mit
der Zeit der osmanischen Herrschaft. Die Osmanen brachten aus der Türkei den "Tombak" mit. Das ist eine Art von Tabak, wie sie in der Türkei und im Iran angebaut wird. Der heute übliche Tabak mit Melasse ist laut Erzählungen im arabischen Raum folgendermaßen entstanden: Es heißt, dass ein Ägypter beim Abendessen war. Er aß ein beliebtes Dessert aus Brot und dem Sirup aus Zuckerrohr. Als er kleckerte, und einige Tropfen seines Desserts auf den brennenden Tabak fielen, kam ihm eine Idee. Er versuchte den Tabak mit diesem Sirup zu festigen und legte damit den Grundstein zur heutigen Wasserpfeifentabak-Produktion. Wichtig war dabei auch, dass die Zugabe dieses Sirups dem Tabak einen
ganz speziellen Geschmack gab. Die Tabakproduzenten und die Händler nahmen von dieser Methode Kenntnis, welche immer populärer wurde, Sie verfeinerten die Herstellung und begannen dann diesen Tabak in Päckchen abzupacken. So wurde der
Verkauf erleichtert. Sie gaben den Produkten Namen, die sich an die Natur anlehnten, weil die
Konsumenten meist Bauern waren. Es entstanden die Palme, die Kuh, die Rose, der Fluss, etc.
Mitte der Achtziger Jahre begann ein ägyptisches Unternehmen mit der Produktion einer
neuen Molasse. Ziel war es, den Nikotingehalt zu senken und den Teer ganz wegzulassen. Sie gaben
auch verschiedene Geschmacksstoffe bei, wie Apfel und andere Früchte. Sie wollten die
Zigarettenraucher auf den Pfad der Wasserpfeife bringen, da diese nun weniger schädlich war.
Diese neue Molasse verbreitete sich um die ganze Welt und machte aus der Wasserpfeife (Shisha) was sie heute ist.